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Iran - Antikes und islamisches Erbe

Wer Iran hört, denkt zunächst an Persien, an das Weltreich der Achämeniden und an seine Eroberung durch Alexander d. Gr. Und tatsächlich sind die persischen Zeugnisse auch heute noch imposant und prägen das archäologische Bild des Landes. Die Residenzen von Persepolis, Parsagadae, Ekbatana und Susa sind in ihrer Monumentalität und orientalischen Prachtentfaltung eindrucksvolle, geradezu atemberaubende Zeugnisse antiker Zivilisation und Herrschermacht.
Aber es gibt ältere und jüngere Kulturen der Antike, die auch die Geschichte des Iran geprägt haben. So das frühe Mesopotamien mit seinen Stadt- und Tempelkulturen, das in Dur Untasch einer der besterhaltenen Zikkurat-Tempel aus dem 2. Jahrtausend v. Chr. bereithält, vor allem aber die antiken Nachfolger der Perser, die ihrerseits Weltreiche errichtet haben und uns mit den Zeugnissen ihrer Macht und Repräsentation beeindrucken. Zunächst die Parther, die seit dem 2. Jh. v. Chr. auf den Trümmern des Seleukidenreiches einen neuen Großstaat aufrichteten, der vom Hindukusch bis an den Euphrat reichte. Sodann die Sassaniden, wiederum ein aus nomadischen Stämmen hervorgegangenes Herrschergeschlecht, das von den Parthern die Herrschaft und die Reichsidee übernahm und bis zu den Eroberungsstürmen der arabisch-mohamedanischen Expansion das antike Erbe des Vorderen Orients bewahrte.
Heute zeugen monumentale Palast- und Stadtanlagen, zahlreiche Felsreliefs sowie die sassanidischen Feuertempel, die eindrucksvollen Zeugnisse der Zaratustra-Religion, von dieser Zivilisation, die zudem als Nachbar und militärischer Gegner des Römischen Reiches auch für die mediterrane antike Kultur eine wichtige Einflußgröße darstellte.
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