Mannheim

Die Provence - Antike und Mittelalter im Rhone-Tal und am Mittelmeer

Der Name Provence geht zurück auf die antike Bezeichnung provincia narbonnensis, die als eine der ältesten Provinzen von Rom im 2. Jh. v. Chr. eingerichtet wurde. Alt sind auch alle städtischen Zentren dieser Provinz: Marseille-Marsalia, die phokäische Kolonie in der Nähe der Rhone-Mündung, Vienne, das als Vienna zunächst römisches Verwaltungs- und Handelszentrum, dann mittelalterliche Bischofs- und Konzilstadt war, Lugdunum (heute Lyon), die unter Iulius Caesar gegründet Hauptstadt der neuen Provinz Gallien, auch heute einer der bedeutendsten Städte Frankreichs, Arles, eine alte griechische Kolonie, die unter Augustus prächtig ausgebaut wurde und als politisches und merkantiles Zentrum bis in die Spätantike florierte, und schließlich Nemausus/Nimes, von Augustus als Veteranenkolonie und neues Rom in Gallien gegründet.
Moderne, hervorragend ausgestattete Museen und eindrucksvolle archäologische Parks ergänzen das Bild. Alle wichtigen Monumente und Denkmäler sind in den letzten Jahren glänzend renoviert worden, und über allem liegt der Reiz der südlichen Sonne und des mediterranen Klimas, das nicht nur die Franzosen von ihrer Provence begeistert sein lässt. Aber die Provence ist nicht allein wegen der Antike eine Reise wert. Auf den Trümmern der römischen Provincia entstand im Mittelalter eines der frühen Zentren französisch-provencalischer Kultur und Politik. Das Königreich Arleate und das Königreich der Provence bildeten sich aus den Resten der antiken Provinz, die christlichen Mönche, vor allem der Zisterzienserklöster, setzen das Werk der Zivilisation fort und machen aus der Provence ein führendes Zentrum der kulturellen und politischen Entwicklung, die schließlich ihren Höhepunkt fand in der langen Anwesenheit der Päpste in Avignon.
Reiseprogramm

Mannheim
Mannheim